Sei kein Drückeberga

Nein, der wollte ich auf gar keinen Fall sein, ein Drückeberger.

Anfangs dachte ich nicht, dass ich das hinbekomme, aber mit Geduld und schrittweises Abarbeiten des E-Books ist das hinzubekommen. Ich musste nicht einmal etwas auftrennen.

 

Hier habe ich ein neues Schnittmuster ausprobiert. Der Drückeberga von Rabaukowitsch. Inspiriert von PePiNe. Sie zieht mich mit ihren genähten Kleidungsstücken jedesmal in ihren Bann und so wandert nach einander ein neues Schnittmuster nach dem anderen zu mir.

Aber letztendlich bin ich froh, dass ich den Schritt gewagt habe diese aufwendige Jacke zu nähen. Das sie ja gefütterst ist und auch noch mit Knöpfen. Vor Knopflöchern nähen drücke ich mich ja gern, also habe ich mich für eine nicht weniger aufwendige Variante entschieden, um meinem Drückberga das gewisse Etwas zu verleihen.

Im E-Book sind viele Nähbeispiele, welche Verschlüse möglich sind. Ich habe mir aus Kordelstücken Schlaufen gelegt und mit dreieckigen Kunstlederpatches auf den Drückeberga aufgenäht. Am Bündchen unten sind Druckknöpfe empfehlenswert, da es einfach besser anliegt und ausserdem hat man dann nicht das Problem, dass ein Knopfloch ausleiert.

Nun möchte ich aber noch gern was zu den Stoffen erzählen. Der Drückeberga ist nur für dickere Stoffe ausgelegt. Ich hatte noch den schönen Betonsweat vom Swafing im Schrank, ebenfalls den braunen Kuschelsweat und die Ringelbündchen. Die Astronauten-Applikation war eigentlich mal ein Panel. Nur leider eben zu klein für diese Jacke. Also habe ich sie sorgfältig ausgeschnippelt und auf beidseitig klebendes Bügelvlies gebügelt, Papier abgezogen und aufgebügelt. Um es zusätzlich noch zu sichern, habe ich es aufgenäht. Irgendwie sieht es dadurch noch schicker aus. Ich hatte vor meinem geistigen Auge ein klares Bild von meinem Drückeberga und nichts macht einen glücklicher, wenn das Ergebnis dann auch genau so wird.

Zu den schönen Außenstoffen gesellte sich ein Watercolor-Jersey von Tigerlilly

So weit ich weiss, ist es von ihr eine Eigenproduktion. Durch die blauen Farbverläufe passte es perfekt als Futterstoff zu meinem Drückeberga. Leider musste ich 2x 60cm ( Gr. eines Panels 60cm) kaufen. Ich habe Gr.122 genäht und leider reichte es nicht für die Ärmel. Es lag schon eine Menge Stoff unter der Maschine. 

Ein wenig kniffelig ist es den Außen- und Innenärmel mit einander zu verstürzen. Dazu muss man in der Seitennaht des Futterstoffes eine Wendeöffnung lassen. Da die Anleitung des Drückebergas wirklich gut beschrieben ist, ist das für jeden, der schon etwas Näherfahrung mitbringt gut zu bewältigen.

Als ich dann soweit mit meinem Drückeberga fertig war, sendete ich meiner Freundin ein Bild. So konnte sie gleich sehen, was ich ihrem Sohn genäht habe. Aber dann kam die schlechte Nachricht. Letzten Sommer hatte er noch große Angst vor Astronauten. Der Helm mit dem dunklen Visier machte ihm Angst und Bange. Das verstehe ich auch, weil man da kein Gesicht sehen kann und nicht galubt, dass da ein Mensch drin steckt. Natürlich hatte ich Sorge, dass sie nun nicht zum Tragen käme...Zu mal ich ja passend zum Drückeberga auch noch einen Zauberlehrling Basic mit Astronauten drauf genäht habe.

Also hat Mama ein paar Bücher zum Thema Astronauten im Weltall gekauft und ihm angefangen einiges zu erklären.

Offensichtlich trug es dazu bei, dass er seine Angst überwinden konnte und nun ist er stolz wie Bolle, dass er so einen schönen und kuscheligen Drückeberga mit passendem Shirt hat. Er mag sie gar nicht mehr ausziehen und das freut mich sehr.

Ich hoffe, dir gefällt mein Beitrag zum schönen Drückeberga und  freue mich, wenn du einen Kommentar hinterlässt.

Liebe Grüsse und bis bald

deine Katja!

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